Auckland

Endlich geht meine Reise los. Die Route wurde in den vergangenen Wochen fein geschliffen und ich bin mittlerweile ziemlich gespannt, was mich so auf der anderen Seite der Erdkugel für Abenteuer erwarten. Ich stecke ja quasi irgendwie schon mitten drin.

Anreise

Am Münchner Airport, mehr als überpünktlich (dachte ich) angekommen erreichte mich am Check-In Schalter die Info, dass man sich ab den 01.10.2019 für Neuseeland UND auch Australien eine Einreisegenehmigung einholen muss (egal ob mit oder ohne “working”). Diese sollte man am besten 72 Stunden vor dem Flug beantragen. Habe ich natürlich nicht gemacht. Also sah ich zu, dass ich 2 Stunden vor Abflug noch eine Einreisegenehmigung erhielt. Tatsächlich hätte ich sonst nicht mitfliegen dürfen. Glücklicherweise bekam ich bereits nach einer Stunde eine Rückmeldung per E-Mail. Mit dieser Mail bekommt man eine NZeTA Referenznummer, die wiederum am Check-In Schalter anzugeben ist. Schlussendlich hat alles noch geklappt. Also ging es für mich ab in den Flieger. 6 Stunden bis Doha – okay; 16 Stunden bis Auckland: naja, nicht mehr ganz so okay.

Die Einreise verlief entspannt. Wenn man Wanderschuhe oder anderes Outdoor Equipment mit einführt, muss dieses beim Zoll angemeldet werden. Dabei wird u.a. geprüft, ob irgendwelche Tiere etc. an der Ausrüstung kleben. Wer das nicht macht, zahlt unter Umständen ein kleines Sümmchen Bußgeld. Aber das Prozedere war recht entspannt und verlief schnell.

Scheinbar bekommt man keinen Einreisestempel. Okay, dachte ich – wenn der Infomensch das so sagt, muss das passen. Ob ich aus Neuseeland wieder rauskomme, wird sich dann schon noch zeigen.

Die ersten Schritte

Außerhalb des Flughafengeländes wartete ich auf den Shuttlebus von Ace, der mich zu meiner Anmietstation bringen sollte. Dort erhielt ich dann die Nachricht, dass mein internationaler Führerschein hier nicht ausreicht und ich den deutschen vorzeigen müsse. Das war richtig gut, weil ich den nämlich zu Hause gelassen habe. Der Shuttlebus von der Mietfirma brachte mich folglich wieder zurück zum Flughafen. Von dort aus ging es mit einem normalen Bus erstmal in die Innenstadt.

Da war ich nun also ein paar Tage in Auckland.
Auckland ist eine schöne und saubere Stadt und als ich dort war, herrschte bestes Wetter und der Frühling zeigte sich von der herrlichsten Seite.
Die Blumen blühten und die Sonne strahlte wie verrückt.

Tagesausflüge

Mount Eden

Am ersten Tag machte ich einen Ausflug zum Mount Eden, obwohl ich eigentlich ziemlich kaputt war. Die Aussicht von diesem Berg ist sehr schön. Zu Fuß von der Innenstadt geht man gute 3 Kilometer und dafür brauchte ich ungefähr knapp eine Stunde.

Waiheke Island

Auf der Waiheke Insel war ich selbst nicht, muss ich gestehen. Bisher habe ich aber nur Positives gehört.
Von Downtown Auckland fährt man im Normalfall mit der Fähre 30 Minuten bis zur Insel. Das Return Ticket kostet 40 NZD.
Die Insel besteht aus schönen Weinbergen und hübschen Stränden und wenn man schonmal in Auckland ist, dann lohnt sich sicher ein Ausflug.

Devonport

Devonport ist ein kleiner an einer Bucht gelegener Ort unweit von Auckland City. Von Auckland CBD fährt man entweder mit dem Auto eine halbe Stunde oder nutzt die Fähre von Downtown (Fahrzeit 12 Minuten). Dort angekommen kann man z.B. auf den Mt. Victoria oder zum North Head spazieren. Von beiden Aussichtspunkten hat man einen super Blick auf den Hafen. Alternativ kann man sich auch auf der Victoria Road in ein Café oder in ein Restaurant setzen.

Te Henga

Mein erster Ausflug mit dem Auto ging zum Bethells Beach. Hier kann man den Te Henga Walkway entlang wandern oder einfach nur am Strand entlang spazieren. Von Auckland bis zum Bethells Beach fährt man 45 Minuten.

Muriwai

Muriwai ist eine kleine Siedlung an der Westküste und gehört zu Auckland. Der Muriwai Beach ist bei den Surfern sehr beliebt. Daneben kann man einen kleinen Pfad zum Aussichtspunkt “Gannet Colony” entlang wandern. Dort werden die Felsen fast alljährlich von unzähligen Vögeln belagert. Der Blick in die Ferne ist gigantisch. Von Auckland CBD bis zum Muriwai Beach fährt man ebenfalls 45 Minuten.

What’s on

Wie in anderen Großstädten, gibt es natürlich auch zig schöne Cafés und nette Boutiquen, die zum Einkaufen einladen.

In den Vierteln Ponsonby und Newmarket kann man wunderbar shoppen. Dort gibt es überall kleine Boutiquen, deren hipster Interior sich schon von Weitem – dank fancy gekleideter Schaufensterpuppen – erahnen lässt. Wer abends noch etwas essen oder trinken gehen möchte, kann sich in der K Road umsehen. Dort ist abends / nachts noch gut was los. Neben der Partymeile gibt es noch das kleine Viertel Kingsland. Dort gibt es auch ein paar coole Bars, wenn man’s abends nicht so wild haben möchte.

Montags findet das Event everybody eats in der K Road von 18 Uhr bis 20 Uhr statt. Das ist eine megagute Sache. Hintergrund ist, dass Lebensmittel nicht weggeworfen werden sollen und stattdessen aus übrig gebliebenen Lebensmitteln noch Gerichte gezaubert werden, die montags in der K Road im Gemmayze St kostenfrei serviert werden. Es lohnt sich sehr früh da zu sein, weil die Schlange schon ganz bald ziemlich lang ist.

Jason habe ich irgendwo in der Stadt kennengelernt ist aus Auckland. Er hat einen Freund und mich auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht und uns schließlich mit genommen. Wir waren bereits gegen 17 Uhr vor Ort.

About yoga

Yoga ist eine meiner liebsten Tagesbeschäftigungen und deswegen war ich natürlich auf der Suche nach einem passenden Plätzchen. Obwohl Auckland so viele Parks und grüne Plätze zu bieten hat, muss man erstmal eine Stelle finden, die nicht auf einem Hang oder Hügel liegt.

Während meines Aufenthalts habe ich nun diverse Parks abgeklappert und kann auf jeden Fall den Albert Park weiter empfehlen.

Eigentlich wollte ich gerne am “Yoga in the Sky” Kurs teilnehmen. Im Sky Tower selbst kann man dafür kein Tickets kaufen. Im Hostel hatte ich etwas Pech mit der Internetverbindung und Probleme mit dem Online Banking. Also hatte es leider nicht geklappt. Trotzdem stelle ich es mir cool vor während den Übungen den Sonnenaufgang über Auckland City beobachten zu können. Aktuell findet dieser 1-stündige Kurs jeden Dienstag statt. Auf der Website skycityauckland kann mich sich noch weitere Infos einholen.

Preise

Umrechnung: 1 € = 1,70 NZD (Stand 03.12.19)

Hostels

Eine Hostelnacht kostet hier circa 15 Euro – 25 Euro. Das kommt ganz darauf an, wieviel Komfort man gerne hätte.

Haka Lodge

Am schönsten fand ich die Haka Lodge auf der K Road. Dort kann man am Etagenbett im Mehrbettzimmer sogar Gardinen zuziehen, wenn man etwas mehr Privatsphäre wünscht. Die Küche ist eine richtig schöne Gemeinschaftsküche, in der man jederzeit Leute kennenlernen kann. Das Personal ist auch cool drauf und gesellt sich gerne abends in der Küche mit dazu. Rundum ein sehr gemütliches Hostel, welches aber auch am preisintensivsten ist. Das YHA, Newton und BK Hostel sind alle auf dem zweiten Platz.

YHA International

Das YHA hat eine größere Küche und einen Boiler für Heißwasser. Die Zimmer haben alle Fenster (nicht selbstverständlich). Dafür ist das Internet superschlecht.

Newton

Im Newton ist das Internet richtig gut. Aber es gibt keine Fenster in den Zimmern (jedenfalls nicht in unserem Mehrbettzimmer) und die Küche ist übersichtlich, wodurch man mal mit etwas Wartezeit bei der Essenszubereitung rechnen kann. Dafür ist das Newton aber mit 15 Euro ziemlich günstig.

BK Hostel

Das BK Hostel hatte spontan noch ein Bett am Wochenende frei. Die Mitarbeiter sind sehr nett und das Internet funktioniert auch ganz gut. In unserem 3-Bett-Zimmer hat es allerdings etwas modrig gerochen, vermutlich aufgrund von Feuchtigkeit in den Wänden. Vielleicht habe ich nur ein schlechtes Zimmer erwischt.

Lebensmittel

Die Preise in den Supermärkten sind okay. Alkoholische Getränke und Zigaretten sind allerdings sehr teuer. Ich fand cool, dass es in den Supermärkten an den Eingängen immer Obstschalen gab, aus welchen sich Kinder bei Bedarf ein Stück Obst (kostenlos) rausnehmen dürfen. Solange das funktioniert und nicht ausgenutzt wird, finde ich die Idee richtig schön.

Die Kaffeepreise in Cafés sind moderat. Ein Cappuccino kostet 3,50 NZD – 4,50 NZD. Also im Schnitt ein bisschen über 2 Euro. Interessant ist, dass die Preise für Kaffee oder Speisen in den Flughäfen nicht teurer, als in der Stadt sind. Normalerweise erwartet man dort immer teurere Preise. Das ist in Neuseeland auf jeden Fall nicht so.

In Restaurants bezahlt man für ein Gericht ungefähr 25 NZD. Fast Food kostet circa 10 – 15 NZD.

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