Watzmann-Überschreitung

Watzmann-Überschreitung

Wenn Watzmann, dann richtig Watzmann. Der Watzmann gilt als Schicksalsberg des Berchtesgadener Lands. Fakt ist, bei schlechtem Wetter sollte man auf keinen Fall am Watzmann-Massiv eine Tour in Angriff nehmen. Wir haben für die Besteigung zwei Tage eingeplant. Unter www.bergsteigen.com findet man eine nette Grafik zum Verlauf der hochalpinen Bergtour.

Unser Ziel war am ersten Tag das Watzmannhaus. Bevor wir mit der Wanderung loslegten, wollten wir noch zum Hintersee, um uns eine vorab Erfrischung zu holen. An diesem Tag war es nämlich mega warm.

Gegen 13:00 Uhr sind wir dann vom Parkplatz an der Wimbachbrücke aufgebrochen und erreichten unser Ziel gegen 15:30 Uhr. Die Übernachtung im Watzmannhaus sollte man auf jeden Fall deutlich im Voraus buchen, da die Betten in der Hochsaison schnell ausgebucht sind, gerade am Wochenende. Was noch interessant ist, ist das es im Watzmannhaus keine Duschen gibt, weil dort oben in der Hütte nicht so viel Wasser ankommt. Hausschuhe gibt es aber dort sowie auch gutes Essen und Trinken.

Ausrüstung

An Ausrüstung sollte man so Einiges dabei haben. Besonders wichtig ist der Schutzhelm und ein Klettersteigset pro Person. Des Weiteren ist es empfehlenswert einen Hüttenschlafsack, ein paar Snacks und Wasser einzupacken. Ich bin ein Freund von Wanderstöcken. Gerade bei solch steilen Touren stecken wir die auf jeden Fall mit ein. Nicht zuletzt sollte man für eine Katzenwäsche in der Hütte ein Handtuch dabeihaben.

Es gibt bei der Hütte auch eine Terrasse, wo man sich nach der ersten Tour ein bisschen erholen und bei einer kühlen Schorle oder einem Bier die Landschaft bewundern kann.

Ich liebe Bergpanoramen. Deswegen hier noch ein paar Impressionen.

Am Folgemorgen oder besser in der Nacht sind wir um 4:45 Uhr aufgestanden, da wir einen ziemlich sportlichen Tag vor uns hatten. Gegen Mittag bzw. frühen Nachmittag sollte das Wetter nämlich umschwingen und das bedeutet, dass wir uns beeilen mussten, damit wir am besten noch bei gutem Wetter wenigstens halb unten im Tal sind. Gegen 7:00 Uhr erreichten wir den ersten Gipfel, das Hocheck.

Um 8:00 Uhr waren wir schon auf dem zweiten Gipfel, die Mittelspitze. Wie man sieht, war das Wetter noch voll auf unserer Seite.

Nach einigen gesicherten (Klettersteige) und nicht gesicherten Passagen erreichten wir dann auch die Südspitze gegen 10:00 Uhr. Wir hatten es geschafft, ganz ohne Zwischenfälle. Nachdem wir ein paar Augenblicke den atemberaubenden Ausblick genossen hatten, wollten wir uns aber schnell wieder auf den Weg nach “unten” ins Tal machen. Es zogen allmählich Wolken auf. Der Weg zurück ins Tal war ziemlich anstrengend und sehr steil. Man wanderte zum Großteil über losen Schotter und zum kleineren Teil über befestigte Wege. Circa um 13:00 Uhr kamen wir endlich an der Wimbachgrieshütte an. Total ausgehungert bestellten wir uns den leckeren Kaspressknödel mit Salat Das Essen war mega lecker. Vielleicht lag es auch am Hunger, aber nein, das Essen war so oder so super gut. Keine Frage.

Von der Wimbachgrieshütte ging es nun noch zurück zum Parkplatz, den wir dann kurz vor 16:00 Uhr erreichten. Fix und fertig setzten wir uns ins Auto und machten die Beine lang. Für den Rest des Tages war nichts weiter geplant, als Entspannen, Duschen, und lange, lange Schlafen.

Man sollte die Tour auf keinen Fall unterschätzen. Auf diversen Internetseiten ist die Tour als “schwer” ausgewiesen und wird konditionsstarken Bergsteigern empfohlen.



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