Namibia

Namibia

Namibia, du schönes Land! So dünn besiedelt, dadurch auch weniger touristisch als beispielsweise Südostasien. Aber auf keinen Fall weniger interessant.

Unsere Reise begann am Grenzübergang von Südafrika nach Namibia. Und ich muss euch vorwarnen: wir kamen morgens um 10 Uhr an der südafrikanischen Grenze an, um auszureisen und verließen den namibischen Grenzposten gegen 17 Uhr. Das war echt nicht normal. Das lag vor allem daran, dass sich auf namibischer Seite zur Einreise eine circa 100 Meter lange Schlange gebildet hat. Es waren lediglich 2 Schalter offen. Damit ging es quasi richtig schlecht voran. Anschließend folgt eine weitere Schlange, wenn ihr vorhabt mit einem Mietauto einzureisen. Also wenn ihr mindestens zu zweit unterwegs seid, schaut dass ihr euch in der zweiten Schlange auch schon einmal anstellt. Da wir das alles nicht wussten, waren wir ein wenig frustriert, dass man einen ganzen Tag dafür einplanen muss über die Grenze zu gelangen. In Namibia angekommen, waren wir aber trotzdem begeistert vom allerersten Sonnenuntergang. So viele wunderschöne Farben am Himmel. Das ist wirklich schwer zu beschreiben. Ich denke kein Foto kann wiedergeben, was sich vor Ort am Himmel abspielt. Und die Nacht ist so sternenklar. Das ist einfach überwältigend.

Zunächst wollten wir zum Fish River Canyon fahren. Wir haben eine Nacht in einem Camp dicht beim Aussichtspunkt auf den Canyon verbracht. Die Aussicht ist einfach unglaublich. Der Canyon ist früh am Morgen noch im Schatten, sodass es in diesem Fall auch genügt, wenn man erst zum späten Vormittag anreist.

Am selben Tag ging es nach Keetmanshoop.

Die Stadt ist unser letzter Zwischenstopp auf dem Weg nach Okaukuejo beim Etosha Nationalpark. Ja richtig. Wir sind 1000 km an einem Tag gefahren. Das war superhart, aber unser Programm war wieder so knackig getaktet, dass wir keine andere Wahl hatten. In Keetmanshoop kann man sich noch den schönen Köcherbaumwald ansehen. Und nicht vergessen: bei Sonnenuntergang ist alles gleich noch schöner!

Nach unserer Mordstour bis nach Okaukuejo entspannten wir erstmal im Camp und setzten uns ans Wasserloch. Von dort aus kann man super Tiere beobachten. Das Loch gehört zum Okaukuejo Camp. Folglich kann man den ganzen Tag Tiere, die auf dem Weg waren ihren Durst zu stillen, beobachten. So eben auch nachtaktive Nashörner.

Am nächsten Morgen sind wir mit dem Auto durch den Nationalpark gefahren, um erneut nach Tieren Ausschau zu halten. Man kann auch geführte Touren machen, aber wir wollten lieber selbst mit unserem Auto umherfahren, um ein bisschen flexibler zu sein. Denn auch so sieht man unheimlich viele Tiere.

Nach zwei Tage im Etosha Nationalpark fuhren wir weiter zur Spitzkoppe. Hier wollten wir ein bisschen -wenn möglich- klettern gehen.

Zwei Nächte verbrachten wir dafür im Camp mitten in der Wüste. Das war der absolute Wahnsinn. Apropro Wahnsinn. Jemand mal in der Wüste duschen gewesen?

Klettern rund um den Berg Spitzkoppe ist auch ganz cool. Mann kann sich vor Ort ein Kletterbuch kaufen, aber das ist ziemlich teuer. Aber wenn man wissen möchte, welche Route welcher Grad ist, ist es echt empfehlenswert sich das Teil zu kaufen.

Von der Spitzkoppe sind wir dann weiter nach Swakopmund gefahren. Allerdings mit dem Hauptgrund nicht wieder so eine ordentliche Strecke am Tag zurücklegen zu müssen. Denn eigentlich wollten wir nach Sesriem, in Richtung Wüste. Viel gebracht hat der Zwischenstopp in Swakopmund jetzt allerdings nicht. Beim nächsten Mal müssen wir einfach 2, 3 Tage mehr einplanen. Jedenfalls können wir in Swakopmund das Restaurant Old Steamer empfehlen. Die Speisen werden in Form von einem Büfett serviert. Es gibt super viele Salate und Antipasti, aber auch gebratenen Reis und gebratene Kartoffeln. Zudem gibt es eine riesen Auswahl an Desserts. Das Essen hat sehr lecker geschmeckt. Wirklich richtig gut!

Dann ging es in die Wüste. Absolut sehenswert ist sie sogenannte Ton-Pfanne Deadvlei. Sicherlich ein wahrer Touristenmagnet, aber als wir da waren war niemand mehr da. Vielleicht waren wir ganz schön spät da, vielleicht lag es auch an der Nebensaison. So oder so, es war eine richtig schöne Tour.

Nach unserer Wüstennacht sind wir dann nach Windhuk gefahren, um unser Auto abzugeben.

Diese 1,5 Wochen waren schon heavy, zum Teil auch strapaziös, aber wir haben so viel gesehen und schöne Eindrücke sammeln können, dass es das alles auch wieder wert war. Die Landschaft ist einfach so wundervoll und schön. Wir genossen jeden Tag, und ganz besonders die Sonnenuntergänge sowie die kristallklaren Nächte. Im Nachhinein sind wir froh alles genau so gemacht zu haben, wie geplant. Aber 2 statt 1,5 Wochen wären sicher auch nicht verkehrt gewesen.



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