Klettern in Bad Herrenalb

Endlich mal wieder gutes Wetter! Das Frühjahr in Deutschland hat manchmal seine Tücken, doch die Wetterprognosen für das Wochenende sahen jedoch zur Abwechslung mal bombastisch aus und so planten wir wieder einen Ausflug in der Umgebung von Stuttgart. In erster Linie sollte es vor allem raus an die frische Luft gehen, aber nur ein Spaziergang wäre dann doch zu langweilig gewesen. Langsam aber sicher fing auch die wunderbare Klettersaison „im Freien“ wieder an und so kam, das trockene, sonnige Wetter wie gerufen.

Nach kurzer Recherche Ziel gefunden

Im Internet fand ich einen Artikel über den Falkenfelsen in Bad Herrenalb. Bad Herrenalb liegt im Nord-Schwarzwald und die Lage ist perfekt, da wir von Stuttgart nur eine gute Stunde für die Anfahrt brauchten. Nach einer längeren Fahrt auf der Autobahn bogen wir auf die Landstraße ab, von wo aus wir dann viele kleine Ortschaften passierten, die sehr schön aussahen und zu einem Spaziergang einluden. Die Landstraße schlängelte sich entlang der Alb (in diesem Fall ein Fluss) bis nach Bad Herrenalb. Auch wenn wir nicht abgeneigt waren, einen Stop einzulegen, wollten wir doch zunächst einmal das Ziel erreichen. Gemächlich tuckerten wir also mit dem Mietauto bis nach Bad Herrenalb, wo dann irgendwann zwischen den Bäumen am Straßenrand der Falkenfelsen hervor blitzte.

Die oberen Felsen des Falkenfels in Bad Herrenalb

Beachtung der Kletterregeln

Um sich über aktuelle Klettersituationen an Felsen zu informieren, sollte man auf jeden Fall auch die Seiten des Deutschen Alpenvereins nutzen, um zu erfahren, ob Felsen gesperrt sind oder andere Dinge beachtet werden müssen. Auf der Seite vom DAV Ettlingen stellten wir so nämlich fest, dass die obere Gruppe des Falkenfels jährlich vom 01. Januar bis 30. Juni gesperrt ist, um vor allem Vögel die Möglichkeit zum ruhigen Brühten zu lassen.

Vom Parkplatz aus stellten wir schnell fest, dass es sich bei diesem Anblick um die obere Felsgruppe handelte. Für das Klettern war das natürlich sehr schade, aber der Fels sah so auch sehr gut aus. Von dort oben hätte man sicherlich eine herrliche Aussicht gehabt, aber die Regel für den Zutritt müssen schließlich beachtet werden, da wir auch nicht wollen, dass der Fels wegen uns geschlossen wird.

Draußen in der Natur müssen wir schließlich nachhaltig handeln und somit können wir nicht immer nur daran denken, was wir im Moment zauberhaft finden würden. Der Fels gehört nicht uns allein und somit sollten die Regel weiterhin beachtet werden, damit auch andere das Klettern dort genießen können. Und Natürlich sollen die Tiere auch genug Zeit und Ruhe bekommen.

Kurze aber schöne Kletterzeit

Wir schlussfolgerten aber dann, dass dort irgendwo in der Nähe natürlich auch noch die untere Gruppe versteckt sein musste. Also fuhren wir ein Stück zurück zum Parkplatz gegenüber der Kurapotheke „Bernd Roser“. Danach gingen wir zu Fuß noch ca. 250 m bis zur Bushaltestelle namens „Kurhaus“ und dahinter bogen wir links ab.

Von der Straße aus sah man dann auch schon die ersten Kletterer, die sich an der Wand verausgabten. An der unteren Gruppe gibt es Routen in den Schwierigkeitsgraden IV bis VIII (UIAA Skala).

Wir waren dieses Mal allerdings nicht lange an der Wand. Dies hing damit zusammen, dass wir aufgrund der späten Ankunft nicht mehr allzu viel Zeit hatten. Die Route, die wir hier auf dem Bild gerade inspizierten, war aber eine echt Schöne. Allgemein waren die Routen, die wir geklettert sind, alle gut abgesichert mit Haken und Umlenker. Außerdem kann man an einigen Stellen auch oben aussteigen, aber das findet ihr am besten auf der Felsinfo Seite des DAV.

Spazieren und Fotografieren machen auch Spaß

Nach der Kletterpartie sind wir noch auf die Spitze raufmarschiert, denn hier kann man tricksen, wenn man die Straße weiter runter spaziert und dann der einen steilen Straße links hinauf folgt und über die Wiese läuft, um oben an der Spitze des Felsens anzukommen. Hier sind wir dann noch ein Weilchen geblieben und haben unsere Drohne kurz fliegen lassen.

Ob das zu diesem Zeitpunkt erlaubt war, kann ich aber leider nicht mehr sagen. Beim nächsten Mal müssen wir das definitiv prüfen.

Ein kurzer Stop auf dem Rückweg lohnt sich manchmal auch

So langsam ging auch die Sonne unter und so starteten wir wieder in Richtung Stuttgart.

Auf dem Rückweg hatten wir noch irgendwo zwischen Frauenalb und Marxzell einen Stop eingelegt, weil hier die Kirschblüten so schön in voller Pracht geblühten. Wenn man also nicht klettert, lohnt sich ein Trip nach Bad Herrenalb alle mal.

Zug statt Auto?

Bei unserer Tour haben wir mal wieder ein Leihauto genutzt, da der Transport der Klettersachen und der Drohne für uns bequemer war. Bad Herrenalb erreicht man aber übrigens auch hervorragend mit der Bahn. Von Karlsruhe kann man nämlich in die S-Bahn (S1) steigen und einfach bis Bad Herrenalb fahren. Alternativ fährt auch ein Schnellbus von Pforzheim nach Bad Herrenalb, mit dem ungefähr eine gute Stunde unterwegs ist.

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