Sächsische Schweiz

Sächsische Schweiz

Am letzten Mai-Wochenende fuhren wir in die sächsische Schweiz. Der letzte Donnerstag im Mai ist in Baden-Württemberg ein Feiertag, sodass wir am Freitag beide einen Gleittag nehmen konnten. Unser Zug fuhr kurz vor 7 Uhr am HBF Stuttgart los. Da der Zug aber relativ viel Verspätungsminuten während der Fahrt nach Leipzig einkassiert hatte, verpassten wir leider unseren Anschlusszug. Folglich waren wir erst gegen 15 Uhr in der Unterkunft in Bad Schandau.

Nachdem wir kurz unsere Sachen abgestellt hatten, fuhren wir mit der Fähre zurück zum Bahnhof Bad Schandau ans andere Elbufer (zum Ausgangsufer). Die Fährfahrten sind aufgrund der in der Unterkunft gezahlten Kurtaxe frei. Anschließend ging es noch einmal mit der S-Bahn zwei Stationen zurück nach Rathen, um dort noch die berühmte Bastei und die Felsenbrücke zu besichtigen.

Der Weg zur Felsenbrücke ist ganz entspannt und definitiv nicht anspruchsvoll. Hierfür muss man nicht unbedingt mehr als eine dreiviertel Stunde einplanen. Wer flott unterwegs ist, kann es auch in einer halben Stunde schaffen. Anschließend waren wir am Ufer noch ein Bier trinken. Das Wetter war herrlich und es kam richtig Urlaubsstimmung auf!

Am Freitag sind wir dann früh aufgebrochen, um uns mit einem Kletterführer auf dem Parkplatz “Im Zahnsgrund” zu treffen. Von dort aus ging es zum Falkenstein (381m), da wir uns zum klettern den ‘Schusterweg’ (III) ausgeguckt hatten. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben wir uns Bernd als Kletterführer von der Kletterschule Lilienstein gesucht, der uns die speziellen Bedingungen des Elbsandsteingebirges näher bringen sollte. Wir wussten nämlich nicht wirklich, was in der sächsischen Schweiz für Gegebenheiten vorliegen und auf was wir uns überhaupt einlassen würden. Im Schwabenland klettern wir überwiegend an Kalkstein, wohin gegen Sandstein in der sächsischen Schweiz zu finden ist, weswegen es auch Elbsandstein genannt wird. Dieser ist im Gegensatz zum Kalkstein recht brüchig und porös, sodass hier spezielle Sicherungstechniken beherrscht werden sollten. Deswegen fanden wir es besser, wenn noch jemand dabei ist, der im Notfall mehr Ahnung hat als wir beiden Spezialisten. Und so krakselten wir da nun zu dritt gemächlich hoch.

Es war ziemlich cool, weil wir rings herum die einzelnen Sandsteintürme ausmachen konnten, die über die Baumkronen herausragten und ganz nebenbei auf einer der eindrucksvollsten Erhöhungen des Nationalparks standen.

Als wir wieder unten angekommen waren packten wir unsere Sachen. Bernd verabschiedete sich noch mit netten Grüßen und einigen Ideen zum Boofen und Wandern. Danach fuhren wir mit dem Bus zurück nach Bad Schandau. Aber ACHTUNG! Bad Schandau ist nicht gefasst auf Spontangäste! Alle Rezeptionisten waren von unserer Anfrage mega verwirrt und tatsächlich mussten wir wie verrückt umherirren und herumtelefonieren, bis wir endlich einen Schlafplatz fanden.

Auch die Busse fahren nur noch bis circa 18 Uhr um Bad Schandau herum, sodass Wanderer zu einer späteren Uhrzeit nicht mehr mit dem ÖPNV zurück in die Stadt fahren können. Aber gut, zur Not hätte man das Stück auch zu Fuß geschafft! Aber dann wären wir super spät in Bad Schandau angekommen und damit hätte die Chance auf eine Unterkunft wohl bei null gelegen. Übrigens kann man im Nationalpark auch kein Hotel anrufen und mal eben schnell ‘ne Anfrage starten, da man dort nur schlechten bis gar keinen Empfang hat.

Am Samstag sind wir nochmal Richtung Nationalpark aufgebrochen, um uns wenigsten die besten Stellen zum Boofen anzuschauen und dieses Mal hatten wir uns auch eine ordentliche Route von 23 km zusammen gebastelt. Dieser Weg hat uns quer durch den Nationalpark geführt, sodass wir echt viel sehen und schöne Aussichtspunkte abklappern konnten. Unser erstes Ziel waren dabei die Schrammsteine. Hier waren schon viele Leute unterwegs, angefangen mit Familien mit Kindern, über kleine Schulgruppen hin zu Rentnertanzgruppen oder so ähnlich. Die Schrammsteine sind ein echt beliebtes Ausflugsziel. Der Aussichtspunkt bietet aber auch wirklich eine herrliche Sicht auf alle weiteren Erhöhungen. Von hier aus konnte man auch prima den Falkenstein bestaunen, den wir am Tag zuvor erklommen hatten.

Anschließend sind wir zur Domerkeraussicht gewandert.

Danach ging es weiter zum Bloßstock, auf dem es auch eine Aussichtsplattform gibt. Hier war es dann etwas stürmischer, aber die Aussicht war ähnlich wie auf dem Domerker. Der Weg dorthin war sehr idyllisch umgeben von viel Grünem.

Zu guter Letzt wollten wir auch noch zur Kansteinboofe. Die Aussicht von dort ist auch wunderschön.

Danach ging es mit dem Bus und Zug nach Königsstein und von dort aus mit dem Taxi nach Bielatal. Taxi deswegen, weil – wie bereits geschrieben – abends keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren. Die Fahrt von Königsstein nach Bielatal hat rund 35 Euro gekostet. Am nächsten Tag ging es dann nach einem kurzen Spaziergang zu den Herkulessäulen wieder mit der Bahn zurück nach Stuttgart.



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