2 Wochen Mexiko und Belize

Ende April ging es für mich das erste Mal nach Mittelamerika. Ich habe von so vielen gesagt bekommen, wie schön es in Mexiko und Costa Rica sein soll. Deswegen war ich umso aufgeregter und freute mich extrem auf meine zwei Wochen Urlaub in Mexiko und Belize.

Tag 1 – 4 | Cancun, Playa del Carmen, Tulum

Am ersten Abend kamen wir erst gegen 23:00 Uhr in der Unterkunft an. Der Flug startete aber schon einen Tag zuvor in Stuttgart morgens um 10:30 Uhr. Da kann man sich ja fast denken, dass an dem ersten Tag nicht mehr viel passieren wird. Nach Ankunft in Cancun am Flughafen fuhren wir also erstmal 12 km zu unserem Hotel. Das Taxi hatte uns 45 Euro gekostet, was ich ziemlich teuer fand. Wenn man es aber auf uns drei Personen aufteilt, geht es einigermaßen. Das Hotel war ganz schön und liegt idealerweise direkt am Strand.

Am nächsten Morgen sind wir ein bisschen am Playa Delfines entlang spaziert. Leider war dieser komplett mit Algen übersät, womit wir überhaupt nicht gerechnet hatten. Wir hofften, dass an den anderen Stränden, die wir noch besuchen wollten, nicht so viele Algen ans Land gespült wurden. Gegen Mittag ging es mit dem ADO-Bus nach Playa del Carmen. Die ADO-Busse eignen sich gut, um das Land zu erkunden. Das Streckennetz ist über einen Großteil der mittelamerikanischen Länder ausgebreitet. So kommt man relativ flott von A nach B. Außerdem sind die Busse recht gut ausgestattet (Klimaanlage, Toiletten und kleine Bildschirme, auf denen relativ aktuelle Filmen laufen – Stand Mai 2018).

In Playa del Carmen haben wir im Hacienda Maria Bonita genächtigt. Die Unterkunft ist sehr hübsch und mit einem Pool ausgestattet.

Nach einem kurzen Spaziergang am Strand hat sich unsere Vermutung bestätigt, dass wohl die gesamte Ostküste der Halbinsel Yucatán von dieser Algenplage betroffen ist. Statt am Strand zu Faulenzen, sind wird zurück zu unserer Unterkunft gegangen und haben es uns einfach am Pool gemütlich gemacht.

In Playa del Carmen gibt es außerdem mehrere stylische vegetarische / vegane Restaurants, in denen man wahnsinnig gutes Essen bekommt. Uns haben La Senda (vegan, super leckere Smoothies) und Fresco Habito (vegetarisch, köstliche Bowls) besonders gut gefallen.

Nachdem wir eine Nacht in Playa del Carmen verbracht hatten, ging unsere Busreise weiter nach Tulum. Dort in der Umgebung gibt es einige nette Ausflugsziele, die man mit Fahrrad, Moped oder Auto erreichen kann. Wir sind nach unserer Ankunft im Amorcitó Corazon zu den Mayaruinen geradelt. Der Eintritt kostet 5 Euro pro Person. Vom Zentrum Tulums sind es nur 4 km bis zu den Ruinen, sodass man easy mit dem Rad fahren kann. Allerdings wird es gegen Mittag ziemlich heiß, sodass man den Weg besser in den Morgen- oder späten Nachmittagsstunden auf sich nehmen sollte. Im Amorcito bezahlten wir für das Rad 5 Euro (Leihdauer 12 Stunden).

Am darauffolgenden Tag liehen wir uns erneut ein Rad aus, um damit zu den Cenoten fahren zu können. Cenoten sind natürliche Pools, in denen man wunderbar schwimmen kann. Das Wasser ist superklar und herrlich erfrischend. Die erste Cenote, die wir anfuhren, war die Cenote Zacil-Ha (Eintritt 5 – 6 Euro). Diese liegt etwa 8 km außerhalb von Tulum.

Im Vergleich zu anderen Cenoten, die wir besuchten, war es bei er Zacil-Ha sehr ruhig und man konnte ganz entspannt ein wenig planschen. Unweit von der Zacil-Ha befindet sich die Cenote Carwash (Eintritt 2 – 3 Euro), die auch sehr schön ist. Dort kann man sogar richtig gut schnorcheln und tauchen. Neben uns waren ungefähr 10 weitere Besucher dort.

Zuletzt sind wir mit dem Rad zurück Richtung Tulum geradelt, wo wir noch eine Stopp bei der Gran Cenote einlegten. Die Gran Cenote ist schon ziemlich touristisch und dadurch auch etwas teurer (7 – 8 Euro). Trotzdem haben wir dort auf der großen Wiese, die den Zugang zur Cenote ermöglicht, einen netten Nachmittag verbracht.

Am Abend zum Sonnenuntergang haben wir es uns in unserer Unterkunft am Pool gemütlich gemacht. Wenn ihr in Tulum unterwegs seid, lohnt sich übrigens ein Besuch im Restaurant Burrito Amor. Dort gibt es günstiges und extrem leckeres mexikanisches Essen (darunter auch vegetarische / vegane Speisen).

Tag 5 – 8 | Bacalar, Caye Caulker

Wenn ihr nach Mexiko reist, empfiehlt es sich auch ein oder zwei Nächte in Bacalar einzuplanen. Die Stadt im Süden des Bundesstaates Quintana Roo ist relativ unspektakulär. Dafür gibt es in der Umgebung schöne Ausflugsziele, z.B. zur traumhaften Cenote Cocalitos (5 km südlich von Bacalar) oder die Laguna de Bacalar (ein wunderschöner türkis-blaufarbender Badesee, der ganz leicht von Bacalars Zentrum zu erreichen ist). Außerdem gibt es in der Stadt vereinzelt coole Streetart und schöne, wenn auch manchmal unscheinbare, Cafés.

Unsere Unterkunft lag 2 km nördlich vom Stadtzentrum. Dort sind wir zu Fuß hinspaziert, was bei der Hitze ziemlich anstrengend war. Das Casa Lamat hat uns sehr gut gefallen. Es gibt sogar ein Bootssteg, der direkt zur Laguna de Bacalar führt. Dort machten wir es uns in einer Hängematte gemütlich und schauten dem romantischen Sonnenuntergang zu.

Wer etwas mehr Action möchte, der kann mit einem Kayak zum Canal de Los Piratas schippern. Dort kann man beruhigt das Boot oder das Kayak verlassen und eine Runde durch den weichen Sand laufen. Viele nehmen dort eine Art Schlamm-Peeling vor, da der Sand reich an Mineralien sein soll.

Mit dem Bus über die Grenze nach Belize

Am nächsten Morgen sind wir nachts um 3:30 Uhr mit dem Bus nach Belize City gefahren. Während der Fahrt mussten wir aufgrund der Grenzüberquerung zwei Mal ein- und aussteigen. Das erste Mal verließen wir unseren Bus samt Gepäck auf der mexikanischen Seite. Nachdem unser Gepäck kontrolliert wurde, erhielten wir den Ausreisestempel. Daneben wird eine Ausreisegebühr von 25 Euro fällig. Wenige Minuten nachdem wir wieder in den Bus eingestiegen sind, mussten wir ihn erneut mit unserem Gepäck verlassen, da wir den Einreisestempel von Belize erhalten sollten. Gegen 7:00 Uhr kamen wir dann endlich in Belize City an.

Zwischen Cancun und Belize City herrscht eine Stunde Zeitverschiebung.

Von der Busstation sind wir mit einem Taxi zum Hafen von Belize gefahren, um von dort mit einem Express Water Taxi zur Insel Caye Caulker (25 Euro für ein flexibles Hin- und Rückfahrticket) zu fahren.

Auf der Insel wird man direkt von zahlreichen Schildern mit den Slogans “go slow” oder “no shoes, no shirts, no problem” begrüßt. Das Leben auf der Insel ist entspannt, langsam und gemütlich. Locals und Touristen laufen ohne Eile barfuß in Shorts oder Bikinis durch die schmalen Sandstraßen. Viel zu tun gibt es auf der Insel nicht. Die Mehrheit der Inselbesucher – bzw. bewohner halten sich in Hängematten auf und schlürfen hier und da Kokosnüsse oder Eiskaffees.

Leider gibt es auf der Insel keinen richtigen Strand. Man hat zwar von jeder Ecke der Insel einen Zugang zum Wasser, aber so ein normaler Sandstrand ist das eigentlich eher nicht. Nichtsdestotrotz ist die Insel und das Wasser drum herum traumhaft. Ein perfektes Ausflugsziel, um dem Großstadtrubel zu entfliehen.

Wir haben zwei Nächte im Jan’s Hotel übernachtet. Die Zimmer waren sehr süß und gemütlich eingerichtet. Außerdem gibt es dort Fahrräder und Kajaks zum Ausleihen.

Das Essen auf der Insel war gut bis lecker. Besonders empfehlenswert ist das Namaste Café (köstliche Sandwiches und Eiskaffees, Yogakurse auf der Terrasse) und das Ice and Beans Café (mega leckere Kaffeespezialitäten und Donuts!!).

Wer möchte, kann auf der Insel auch ein wenig schnorcheln. Auf den Gili Inseln in Indonesien gibt es zwar schon noch mehr im Wasser zu entdecken, aber auch auf Caye Caulker hat man die Chance den ein oder anderen bunten Fisch zu sichtigen.

Mit dem Mietauto durch Belize

Nach unserem Inselbesuch fuhren wir zum Goldson Airport, der 12 km von Belize City entfernt liegt. Dort hatten wir unser Mietauto abgeholt. Der Wagen kostete 230 Euro für 3 Tage. Damit wollten wir ein bisschen das Land erkunden. Außerdem waren wir so etwas flexibler unterwegs, als mit dem Bus.

In Belize herrscht Rechtsverkehr.

Das Mitführen eines nationalen Führerscheins ist für Touristen normalerweise ausreichend (abhängig vom Herkunftsland). Die Straßen sind ganz ok. Innerhalb der Ortschaften gibt es jedoch überall Bumps, die einen zum Abbremsen zwingen. Da muss man ein bisschen aufpassen, da die Erhebungen gefühlt ziemlich dicht nach den Hinweisschildern folgen (oder ich bin einfach zu rasant gefahren, keine Ahnung).

Tag 9 – 12 | Hopkins, Mountain Pine Ridge Forest Reserve, Bacalar

Mit dem Auto ging es für uns dann nach Hopkins. Ich hatte auf meinem Telefon maps.me installiert und vorher die Karte von Belize gedownloadet. Das war äußerst praktisch, da wir so kein Navigationsgerät für’s Auto dazumieten mussten. Die Fahrzeiten in der App sind meistens sehr optimistisch berechnet. Für die angegebenen 2 Stunden haben wir letzten Endes 3 Stunden gebraucht. Die App unterscheidet bisher keine Straßenqualitäten, weswegen die Zeiten nicht wirklich realistisch eingeschätzt werden können.

Wir hielten auf dem Weg nach Hopkins im Mayflower Bocawina National Park an, weil wir spontan eine Zip-Line Tour machen wollten. Das Erlebnis kostete bei den Bocawina Adventures and EcoTours 65 Euro. Die Tour war cool und hat echt Spaß gemacht, aber sie war auch irgendwie nicht so wirklich lang (8 Seilrouten). Während man im Seil hing und von A nach B schwing, bekam man aber einen richtig tollen Ausblick auf das Umland.

Im Anschluss sind wir noch zu einem Wasserfall gewandert. Die Wanderwege im Nationalpark sind übrigens sehr gut markiert.

In Hopkins wollten wir eigentlich eine Bioluminescence Tour machen. Wir waren allerdings so kaputt, dass wir den Abend nur noch chillten und zeitig schlafen gingen.

Ankunft im Paradies

Unsere schönste Erfahrung in Belize machten wir im Mountain Pine Ridge Forest Reserve. Dieses Schutzgebiet ist einfach nur traumhaft. Überall warten schöne Wanderwege und herrliche Badeplätze.

Daneben war unser Hotel, die Sleeping Giant Rainforest Lodge, einfach paradiesisch. Von der Terrasse des Restaurants hat man einen atemberaubenden Ausblick auf das grüne Umland. Unweit vom Hotel startet außerdem ein kleiner Wanderpfad, der uns zu einem hübschen Aussichtspunkt führte.

Nach dieser Nacht in der Idylle sind wir wieder zurück zum Flughafen gefahren, um das Auto abzugeben. Ein Taxi brachte uns wieder nach Belize City, damit wir mit dem Bus wieder zurück nach Mexiko fahren konnten. Leider mussten wir ganze 3 Stunden auf unseren Bus warten, da dieser nur zweimal täglich nach Cancun fährt (mittags 12:00 Uhr / abends 19:30 Uhr).

Mit dem Bus zurück nach Mexiko

An der Grenze erwarteten uns die selben Formalitäten, wie auf der Hinfahrt. Die Ausreisegebühr aus Belize betrug 19 US-Dollar. Nachts um 1:00 Uhr erreichten wir dann wieder Bacalar. Eigentlich wollten wir bis nach Playa del Carmen fahren, aber wir rechneten kurzfristig aus, dass wir die Stadt zu einer noch ungünstigeren Ankunftszeit erreichten. Folglich verließen wir den Bus bereits in Bacalar. Im Casa Lima gab es zum Glück eine 24-Stunden-Rezeption, sodass wir auch noch in der Nacht einchecken konnten. Die Unterkunft war ganz ok. Allerdings roch es im Zimmer extrem stark nach Chemie. Ich hoffe mal, dass es nicht in allen Räumen so roch und nur ein Einzelfall war.

Nach der kurzen Nacht fuhren wir mit dem Bus weiter nach Playa del Carmen. Während unseres kurzen Aufenthalts in der Stadt, habe ich das Ah Cacao Chocolate Cafe aufgesucht und mich dort mit Kaffee für daheim eingedeckt. Ich hatte mal irgendwo gehört oder gelesen, dass der dort Kaffee ganz gut sein soll. Davon werde ich mir dann ein Bild machen, sobald ich wieder zu Hause bin.

***Update: Der Kaffee hat uns sehr gut geschmeckt. Dort kann man sich also auf jeden Fall ein paar Packungen mitnehmen.

Tag 13 – 14 | Cancun, Isla Mujeres

Am vorletzten Tag erreichten wir schließlich Cancun und verbrachten den Rest des Tages an unserem Hotelpool.

Ausflug nach Isla Mujeres

Bevor es zurück nach Deutschland gehen sollte, machten wir noch einen Ausflug zur 13 km entfernten Insel Isla Mujeres. Mit der Fähre von Cancun bis zur Insel fährt man nur eine halbe Stunde. Überraschenderweise waren am beliebten Strand, dem Playa Norte, kaum Algen angespült worden. Allgemein ist die Insel ziemlich cool, vor allem weil sie so einfach von Cancun zu erreichen ist. Die Strände machten ein gepflegten Eindruck, obwohl jeder Strandabschnitt voll von Touristen war. Die Insel lebt von der Fischerei und dem Tourismus, weswegen auch jeder zweite Laden entweder eine Bar oder ein Restaurant ist. Uns hat die Bar Tres Mentiras sehr gut gefallen, weil dort abends u.a. gute Reggae Musik gespielt wird und es Craft Beer zu kaufen gibt.

Mir hat unser Urlaub sehr gut gefallen, auch wenn er wieder viel zu kurz war. Durch das viele Programm in den zwei Wochen, mussten wir manchmal gefühlt zu schnell aufbrechen, obwohl es eigentlich ganz schön war, wo wir zu dem Zeitpunkt waren.

Der Grenzübertritt nach Belize und dann wieder zurück war unterm Strich ziemlich teuer. Wenn ihr ebenfalls vorhabt nach Belize zu reisen, empfiehlt es sich auf jeden Fall noch 2 oder 3 Tage mehr dort einzuplanen.

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