Todtnau – Schwarzwald

Am Wochenende hatten wir, eine Freundin, René und ich, spontan die Idee uns zusammenzuschließen und gemeinsam in Richtung Feldberg zu fahren, denn in der Umgebung sollte es ein paar Klettersteige und weitere nette Klettermöglichkeiten geben. Bei unserer vorherigen Recherche im Netz stießen wir so auch auf den “Todtnauer Klettersteig”, der von anderen Kletterern ordentlich befürwortet wurde.

Anfahrt

Wir fuhren also gegen 9:00 Uhr von Stuttgart Vaihingen los in Richtung Todtnau. Die Stadt liegt nur 15 min vom berühmten Feldberg entfernt, welcher mit 1,493 m Höhe, der höchste Berg im Schwarzwald ist.

Nach circa 2 Stunden Fahrt durch den Schwarzwald erreichten wir unser Ziel Todtnau. Das Auto parkten wir in einer Parknische direkt an der B 317, ganz dicht am Hotel Waldeck, in dem man bei Bedarf ein Käffchen schlürfen und im Notfall zur Toilette gehen kann.

Zustieg

Vom Parkplatz aus sind es ungefähr 100 m bis zum Zustieg. Dabei passiert man eine kleine Brücke, biegt einmal rechts ab und lässt dann das Hotel Waldeck links liegen. Hinter dem Hotel beginnt anschließend ein Trampelpfad, auf dem es langsam aber sicher aufwärts geht. Der Zustieg ist nur 200 – 300 m lang und führt an einigen hübschen Kletterrouten vorbei. Hätten wir vorher gewusst, dass man in dieser Ecke auch so super klettern kann, hätten wir natürlich noch ein Seil eingesteckt, um ein paar Routen auszuprobieren.

Die ersten Schritte im Klettersteig

Der erste große Schritt im “Todtnauer Klettersteig”

Der Klettersteig ist sehr gut abgesichert, sodass auch die passagenweise kniffeligeren Stellen super zu überwinden sind (Stand Mai 2018). Die Route beginnt bei einem plattigen Gelände und führt um eine Ecke herum. Dort hat man die Wahl zwischen zwei Wegen. Der Weg links entlang ist relativ einfach und human und zudem etwas kürzer als der rechte Weg. Rechts entlang ist es meiner Meinung nach wesentlich spannender, da man so zum oberen Felsrand kommt und die herrliche Aussicht genießen kann.

Ein wenig Klettern im Klettersteig

Das Highlight – Der Weg über die Drahtseilbrücke

Von dort oben aus konnten wir gut gesichert über eine Drahtseilbrücke spazieren, die das absolute Highlight für uns war. Es ist zwar etwas luftig und wackelig, aber der Ausblick von dort ist einfach traumhaft. Da stört dann auch der etwas stärkere Wind nicht mehr, der uns immer wieder versuchte aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Anschließend ging es ein weiteres Stück bergauf. Dabei umwanderten wir einmal den ganzen Felsen, bis wir schließlich auf der anderen Seite ankamen. Der Abstieg ist ebenfalls sehr gut abgesichert, da die Drahtseile meist schon aus der Distanz zu erkennen sind. Der Weg besteht aus interessanten Kletterpassagen, die mit vielen guten Griffen ausgestattet sind.

Nach dem Klettersteig könnte man nochmal im Hotel Waldeck einen Kaffee trinken gehen. Die Sonnenterrasse eignet sich perfekt für eine kleine Kuchen- und Kaffeepause – bei gutem Wetter versteht sich.

Eigentlich wollten wir an diesem Tag auch noch einen zweiten Klettersteig angehen, aber das Wetter wollte dann irgendwie doch nicht mehr mitspielen. Während unserer Fahrt zur zweiten Klettertour, fing es heftig an zu regnen. Als wir schließlich am Parkplatz ankamen und nach einer Stunde Warten keine Besserung in Sicht war, fuhren wir wieder zurück nach Stuttgart.

Wir haben uns dazu entschlossen irgendwann noch einmal nach Todtnau zu fahren, weil wir während des Ausflugs einige schöne Kletterecken entdeckt haben. Die Kletterspots sahen gepflegt aus und waren auch sehr gut besucht, als wir dort waren (Stand Mai 2018).

Falls ihr mehr über meine Kletterausflüge oder Tipps für Tagesausflüge in der Umgebung von Stuttgart wissen wollt, dann schaut einfach mal unter den Tags Klettern und Umgebung Stuttgart nach.

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