Trentino – Südtirol die 2.

Trentino – Südtirol die 2.

Genau wie im letzten Jahr sind wir auch dieses Jahr wieder am Gardasee unterwegs, um draußen ein bisschen zu klettern. Hierfür eignet sich die Gegend um Arco hervorragend. Im vergangenen Jahr haben wir unser Lager auf dem Campingplatz Daino aufgeschlagen. Hier bezahlt man pro Nacht pro Mobilheim (für zwei Leute in unserem Fall) circa 45 Euro – 60 Euro. Das macht pro Nase nicht mehr als 30 Euro (Stand 2017).

Dieses Jahr nächtigen wir auf dem Campingplatz Zoo, der näher an der Stadt Arco (ca. 1,3km) liegt und dadurch auch gleich etwas teurer ist. Ein Angebot kann man sich unter https://campingzoo.it/en/booking_camping_trentino_family_holidays_garda_lake/ einholen.

Tag 1:

Santa Massenza – Route Gran Diedro

http://www.klettern-sarcatal.com/index_htm_files/via-il-gran-diedro.pdf

Gegen 11.00 Uhr sind wir am Parkplatz angekommen, welcher an der “Santa Massenza Hydroelectric Power Station” liegt und kostenfrei ist. Der anschließende Zustieg dauerte keine halbe Stunde, wodurch die Route natürlich sehr gut zu erreichen ist. Nichtsdestotrotz ist die Route eher für Kletterer geeignet, die in der Halle den Grad 6 mit Bravour meistern und im Grad 7 hin und wieder eine Herausforderung sehen.

Da wir mehr oder weniger große Schwierigkeiten auf unserem Weg nach oben hatten, sind wir leider erst etwas später zurück zu unserem Auto gelangt, als am Morgen erwartet.Wer sich unser Meilleurs genauer zu Gemüte führen möchte, kann die ganze Story im Artikel Wenn die Nacht zum Tag wird nachlesen.

Am Ende ist aber alles gut ausgegangen, sodass wir wieder heile im Tal ankamen und mit dem Auto zum Zeltplatz fahren konnten,  wo auch die anderen bereits auf uns warteten. Zum Glück nahm der Abend ein gutes Ende und wir waren so unglaublich froh einfach nur im Bett liegen und uns von dem aufregenden Tag erholen zu können.

Also, wer motiviert ist und gerne Platten mit großen Verschneidungen überwinden möchte, ist hier genau richtig! Alles in allem, war die Route schon einmal ordentlich fordernd für den ersten Tag, aber die Aussicht weit über den See von Santa Massenza war spektakulär und wirklich schön anzusehen.

Tag 2:

Entspannen in Arco

Am zweiten Tag wollte ich mich gerne noch von unserer ersten Tour erholen. Aus diesem Grund bin ich durch Arco gebummelt und habe es mir im Caffe Trentino De Donegani gut gehen lassen. Und das Tolle ist, hier kostet der Aperol Spritz keine 4 Euro (Stand April 2018).

Auch das Eis ist wirklich klasse. Unsere Lieblingseisdiele ist, nach wie vor, Artigianale Tarifa. Wer es z.B. fruchtig mag, sollte dringenst mal die Sorte Passionsfrucht ausprobieren.

Tag 3:

Klettersteige Rio Sallagoni und Monte Albano

Das Wetter möchte uns heute wieder ein Strich durch die Rechnung machen. Aber nicht mit uns! Dann nehmen wir uns eben keine normal Kletterroute an der Felswand vor, sondern hangeln uns stattdessen an einem Klettersteig entlang. Gesagt getan! Aber Achtung – Rutschgefahr! Unser erster Klettersteig, den wir am Vormittag in Angriff nahmen, war der Rio Sallagoni im Sarcatal. Der ist kurz und recht knackig; also kein Vergleich zum Schmugglerweg am Gardasee, der dagegen sehr entspannt ist.

Der Rio Salagoni ist berühmt berüchtigt für sein Urwald-Feeling und spannende Passagen entlang schmaler “Felsgassen” und über tiefen Schluchten. Dauer: circa 2h

www.bergsteigen.com/sites/default/files/topos/topo_via_ferrata_rio_sallagoni.pdf

Am Nachmittag wollten wir es dann nochmal wissen und spazierten über den Klettersteig Monte Albano bei Mori.

http://www.bergsteigen.com/sites/default/files/topos/via_ferrata_monte_albano_klettersteig_topo.pdf

Der Klettersteig bietet eine spektakuläre Aussicht auf Mori. Hier wurden 2014 viele neue Eisenklammern gesetzt, sodass der Steig gut abgesichert ist. Ein sehr abwechslungsreicher Klettersteig, der Schwindelfreiheit in jedem Fall voraussetzt!

Dauer: circa 2 – 2,5 h

Den Abend haben wir in der Pizzeria Ai Conti in Arco ausklingen lassen. Das Essen war okay und ist irgendwo zwischen der mittleren bis gehobeneren Preisklasse angesiedelt. Aber der Laden hat ganz hinten im Raum einen richtig schönen alten Gewölbekeller mit sehr gut erhaltener Wandmalerei. Wir haben also in prunkvoller gemütlicher Atmosphäre gespeist.

Tag 4:

Val di Ledro – Route Sol Minore

Nach einem reichhaltigen Frühstück haben wir den Tag im Klettergarten Massi di Prabi verbracht. Nach ewigem Suchen haben wir gerade einmal 2 Routen ausfindig machen können, die halbwegs trocken geblieben sind.  Die Route 1 und 31. So richtig war das aber nichts und so fuhren wir im Anschluss noch ins Val di Ledro. Hier gibt es richtig schöne Plaisir-Routen, die einen traumhaft tollen Ausblick auf den Gardasee bieten. Für jeden Kletterer absolut empfehlenswert. Hier gibt es einfache und auch anspruchsvollere Routen. Wir sind an diesem Tag die Sol Minore geklettert. Die war wirklich schön. Gut gesichert und relativ angenehme Standplätze mit 3 – 4 Seillängen.

http://www.arrampicata-arco.com/abozzo/via-sol-minore.pdf

Tag 5:

Parete di San Paolo (bei Arco) – Route Argo

Am letzten Tag sind wir die Route Argo bei Arco geklettert. Die Aussicht war wieder einmal sehr schön. Die Route ist gut abgesichert (Stand April 2018). In dieser Route bin ich das erste Mal draußen im Vorstieg geklettert. Unglaublich aber war – nach über 4 Jahren Kletterei. Ich habe mich tierisch gefreut, dass das alles gut lief und die Route über viele griffige Löcher und Kanten verfügt. Damit war auch unser letzte Tag im schönen Italien ein voller Erfolg.



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