Klettern am Gardasee (unser 2. Mal)

Genau wie im letzten Jahr waren wir auch dieses Jahr wieder am Gardasee unterwegs, um draußen ein bisschen zu klettern. Hierfür eignet sich die Gegend um Arco hervorragend. Im vergangenen Jahr haben wir unser Lager auf dem Campingplatz Daino aufgeschlagen. Dort bezahlt man pro Nacht pro Mobilheim (für zwei Leute) circa 45 Euro – 60 Euro.

Dieses Jahr nächtigten wir auf dem Campingplatz Zoo, der näher an der Stadt Arco (1,3 km bis zur Altstadt) liegt und dadurch auch gleich etwas teurer ist.

Tag 1 – Santa Massenza

Route Gran Diedro

Gegen 11:00 Uhr sind wir am Parkplatz angekommen, welcher an der Santa Massenza Hydroelectric Power Station liegt und kostenfrei ist. Die Route ist ziemlich einfach zu erreichen (der Zustieg dauert keine halbe Stunde) und eignet sich sehr gut für Kletterer, die in der Halle sicher im sechsten Grad klettern.

Da wir mehr oder weniger große Schwierigkeiten auf unserem Weg nach oben hatten, sind wir erst ziemlich spät zurück zu unserem Auto gelangt. Wer gerne mehr über unser Malheur erfahren möchte, kann die ganze Story im Artikel Wenn die Nacht zum Tag wird nachlesen.

Am Ende ist aber alles gut ausgegangen, sodass wir wieder heile im Tal ankamen und mit dem Auto zum Zeltplatz fahren konnten, wo die anderen aus der Klettergruppe bereits auf uns warteten. Zum Glück nahm der Abend ein gutes Ende und wir waren so unglaublich froh einfach nur im Bett liegen und uns von dem aufregenden Tag erholen zu können.

Wer motiviert ist und gerne Platten mit großen Verschneidungen überwinden möchte, sollte unbedingt die Gran Diedro ausprobieren. Die Aussicht weit über den See von Santa Massenza ist einfach fantastisch.

Tag 2 – Spaziergang durch die Altstadt von Arco

Am zweiten Tag wollte ich mich gerne noch von unserer ersten Tour erholen. Aus diesem Grund bin ich durch Arco gebummelt und habe es mir im Caffe Trentino De Donegani gut gehen lassen. Ein Aperol kostet keine 4 Euro (Stand April 2018). In der Altstadt bekommt man außerdem sehr gutes Eis in der Gelateria Artigianale Tarifa. Passionsfrucht ist der Hammer, aber eigentlich schmecken alle Sorten köstlich.

Tag 3 – Sarcatal und Mori

Klettersteige Rio Sallagoni und Monte Albano

Leider machte das Wetter am dritten Tag nicht wirklich mit. Nichtsdestotrotz wollten wir irgendetwas in der Umgebung unternehmen. Wir entschieden uns für einen spannenden Klettersteig, den Rio Sallagoni im Sarcatal. Der ist kurz und recht knackig. Dabei gibt viele spannende Passagen entlang schmaler Felsgassen und über tiefen Schluchten. Man kann für den Klettersteig circa 2 Stunden einplanen.

Achtung – Rutschgefahr!

Am Nachmittag wollten wir es dann nochmal wissen und machten den Klettersteig Monte Albano bei Mori.

Der Klettersteig bietet eine spektakuläre Aussicht auf Mori. Hier wurden 2014 viele neue Eisenklammern gesetzt, sodass der Steig gut abgesichert ist. Ein sehr abwechslungsreicher Klettersteig, der Schwindelfreiheit auf jeden Fall voraussetzt!

Für den Monte Albano benötigt man ungefähr 2,5 Stunden.

Den Abend haben wir in der Pizzeria Ai Conti in Arco ausklingen lassen. Das Essen war ganz gut, aber auch etwas teuer. Hinten im Restaurant gibt es einen alten Gewölberaum mit hübscher Wandmalerei. Dort kann man wunderbar einen gemütlichen Abend verbringen.

Tag 4 – Valle di Ledro

Route Sol Minore

Nach einem reichhaltigen Frühstück haben wir den vierten Tag im Klettergarten Massi di Prabi verbracht. Nach ewigem Suchen haben wir gerade einmal 2 Routen ausfindig machen können, die halbwegs trocken geblieben sind. Die Route 1 und 31. So richtig war das aber nichts und so fuhren wir im Anschluss noch ins Val di Ledro. Hier gibt es richtig schöne Plaisirrouten, von denen man eine traumhafte Aussicht auf den Gardasee hat. Das Gebiet eignet sich für jeden Kletterer, da man sowohl einfache als auch anspruchsvollere Routen hochkraxeln kann. Wir sind an diesem Tag die Sol Minore geklettert, die 3 Seillängen lang und sehr gut gesichert ist.

Tag 5 – Parete San Paolo

Route Argo

Am letzten Tag sind wir die Route Argo bei Arco geklettert. Die Aussicht war wieder einmal sehr schön. Die Route ist gut abgesichert und verfügt über viele griffige Löcher und Kanten (Stand April 2018). In dieser Route bin ich übrigens das erste Mal draußen im Vorstieg geklettert. Unglaublich aber war (nach über 4 Jahren Kletterei). Und mit Bravour gemeistert!

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