Wandern in den Dolomiten – Drei Zinnen Wanderung

Welcher begeisterte Wanderer träumt nicht davon einmal in den Dolomiten wandern zu gehen? Wir hatten endlich ein passendes Wochenende gefunden, an dem wir eine Rundtour um den Pragser Wildsee und die Drei Zinnen Wanderung machen konnten. Nach diesem 3-tägigen Ausflug wollten wir nämlich sowieso noch an den Gardasee zum Klettern fahren. Da war es also ganz geschickt, beide Italienreisen zu verbinden.

Tag 1: Ankunft am Pragser Wildsee

Ich hatte mir im Vorhinein nicht vorgestellt, dass sich die Anreise zum See so in die Länge ziehen würde. Wer in Innsbruck denkt, der größte Part sei erledigt, der unterschätzt die noch bevorstehende Strecke. Wir kamen gegen 18:30 Uhr in Toblach an. Von dort aus war es nicht mehr weit bis zu unserer Unterkunft. Also entschlossen wird uns, noch einen Abstecher zum schönen Pragser Wildsee zu machen.

Vor Ort sah es dann allerdings nicht ganz so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. An diesem See war nicht viel mit kristallklarem Wasser, Sonne satt und strahlend blauem Himmel, denn wir befanden uns noch im Frühling (Ende März). Da kann es schonmal vorkommen, dass in den Alpen noch Schnee liegt. Natürlich ist die Sommerkulisse am See wunderschön und sieht aus, wie aus einem Bilderbuch, aber so ein Winter Wonderland hatte definitiv auch etwas.

Tag 2 – Rundweg Pragser Wildsee und ein entspannter Thermenbesuch

Aufgrund des unverhofft bescheidenen Wetters haben wir uns überlegt, unsere Wanderung zur Dreizinnenhütte um einen Tag zu verschieben. Glücklicherweise sind wir in diesem Urlaub etwas flexibler als sonst, sodass die kleine Planänderung kein Problem darstellte. Das Wetter sollte nämlich am nächsten Tag um einiges schöner sein. Also fuhren wir am zweiten Tag erneut zum Pragser Wildsee, um eine Runde um den See zu wandern. Im Sommer benötigt man für diese Wanderung nicht mehr als 1,5 Stunden, aber aufgrund der vielen Schneemassen sind wir 2,5 Stunden um den See spaziert.

Wir sind andauernd im Tiefschnee weggesackt, sodass wir zu der Überlegung kamen, und für den nächsten Tag Schneeschuhe auszuleihen. Damit wollten wir uns den Weg zur Dreizinnenhütte (2.400 m) etwas erleichtern. Es sollte dieses Mal schließlich nicht so beschwerlich werden, wie unsere damalige Schneewanderung in Norwegen.

Nach unserem Spaziergang fuhren wir zum Erlebnisbad acquafun in Innichen. Hier war es ziemlich voll, da das Wetter an diesem Tag nicht viele andere Aktivitäten zuließ. Folglich wollten sich viele Familien am Ostersonntag einen entspannten Nachmittag machen. Erwachsene zahlen für 2,5 Stunden 8,90 Euro, Studenten 6,90 Euro (Stand April 2018). Die 2,5 Stunden hatten für uns vollkommen ausgereicht.

Tag 3 – Aufstieg zur Dreizinnenhütte

Am nächsten Tag nach einem guten Frühstück im Apartment Trenker Luis (3 km vom Pragser Wildsee, 60 Euro pro Nacht inkl. Frühstück) ging es auf nach Moos. Wir haben unser Auto auf einem kostenfreien Parkplatz an der Fischleintalstraße geparkt, wo auch unsere Wanderung losging. Der Parkplatz liegt noch vor dem Bad Moos Dolomiten Spa Resort. Es gibt einen weiteren Parkbereich am Hotel Dolomitenhof. Dieser ist allerdings kostenpflichtig.

Der erste Teil der Wanderung führte geradeaus auf einem von Schnee frei geschaufelten Weg entlang, sodass dieser ohne Schneeschuhe bewältigt werden konnte.

Als es später einige Höhenmeter bergauf ging, machte sich der 30 cm Neuschnee der letzten Nacht schließlich doch noch bemerkbar. Zwei Wandergruppen mussten umkehren, dass sie keine Schneeschuhe dabei hatten und permanent im Schnee weggesackt sind. Wir waren super froh, uns den Tag zuvor noch welche ausgeliehen zu haben.

Unbedingt vorher den Wetterbericht checken und ggfs. vor Ort entsprechende Ausrüstung ausleihen.

Schnee hin oder her. Die umliegende Berglandschaft, umgeben von unberührtem Schnee, sah einfach traumhaft aus. Zum Glück sind wir nicht den Tag davor aufgebrochen. Dann hätten wir vermutlich gar nichts in der Ferne ausmachen können.

Nach circa 4 Stunden und einigen Fotopausen hatten wir die Dreizinnenhütte erreicht. Wir waren die Einzigen dort oben und genossen so das tolle Panorama für uns alleine. Scheinbar zieht es bei solchen Schneemassen nicht viele Wanderer zur Hütte.

Glücklicherweise hatten wir nicht zuletzt bestes Wetter erwischt, sodass wir während der gesamten Tour eine fantastische Sicht auf herrliche Landschaft hatten.

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