Zugspitze

Zugspitze

Ich wollte schon seit langem mal auf Deutschlands höchsten Berg wandern, die Frage war nur -wann-. So ganz alleine hatte ich aber ehrlich gesagt keine Lust drauf. Vor ein paar Jahren war ich bereits in der sächsischen Schweiz alleine unterwegs und das war eigentlich ein wenig trostlos. Schön aber trostlos. Deswegen habe ich meinen Freund René überredet endlich mit mir auf die Zugspitze zu wandern. Unsere Wanderung begann in Hammersbach, wo wir auch unser Mietauto parkten. Für unsere Tour planten wir eine Übernachtung ein, da wir am Donnerstag erst relativ spät starten konnten und so wollten wir die Nacht in der Höllentalangerhütte – 1381 m (vom DAV betrieben) verbringen.

Zur Route allgemein:

Die Tour ist einfach mega spektakulär und wirklich sehr abwechslungsreich. Zuerst geht es nämlich durch die Höllentalklamm bis zur Höllentalangerhütte. Im Normalfall muss man Eintritt zahlen, um die Klamm durchwandern zu können aber da wir, wie gesagt, erst sehr spät aufbrachen waren wir auch erst im Dunkeln am Eingang der Klamm. Da war natürlich niemand mehr, der abkassierte.
An der Höllentalangerhütte kamen wir dann erst so gegen 24 Uhr an. Zum Glück bekamen wir dort noch ein kleines Häppchen zu essen, sodass wir nicht hungrig zu Bett gehen mussten. Als DAV-Mitglied bezahlt man im Matratzenlager 13 Euro. Da ich noch kein DAV-Mitglied war, hatte die Nacht dementsprechend ein wenig mehr (23 Euro) gekostet. Glücklicherweise waren an dem Donnerstag noch nicht allzu viele Gäste in der Hütte, sodass wir zwei uns auf den drei oben liegenden Plätzen ausbreiten konnten.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging unsere Tour dann weiter.

Das Wetter hätte zunächst nicht besser sein können. Angenehme 15 Grad und Sonnenschein. So ging es also mal entspannt, mal anspruchsvoll den Schotterweg, auf dem Höllentalanger, entlang bis zum Höllentalferner, der uns vereister als erhofft erwartete. Wir dachten, der Gletscher wäre eigentlich irgendwie schon weiter geschmolzen bzw. besser begehbar. Das war er aber auf jeden Fall nicht! Naja blöd gelaufen insofern, weil wir ja keine Steigeisen mithatten, was ziemlich ungünstig war. Tatsächlich war es so glatt auf dem Gletscher, dass wir bestenfalls mäßig vorangekommen sind – wenn überhaupt! Glücklicherweise waren noch einige andere Wanderer unterwegs, wie z.B. eine Truppe junger Männer, die uns ihre Hilfe anboten und uns ihre Steigeisen liehen.

Damit ging es dann wirklich gut voran und im Anschluss folgte dann noch ein passagenweise leichter bis mittelschwerer Klettersteig, der uns zum Gipfel führen sollte.

Zum Ende hin zog sich der Klettersteig aber noch ganz schön und das Wetter schlug dann auch noch um, sodass es sich langsam aber sicher verdüsterte. Das hieß für uns dann letztendlich nur: schnell hochkommen und rein in die Zugspitzhütte!

Und so trampelten wir, so flink, wie es eben ging, den Berg hinauf. Oben angekommen, völlig fertig (jedenfalls ich) bin ich im fremdgesteuerten Modus zum Gipfelkreuz gestapft.

Froh und glücklich oben zu sein! Und das Wichtigste: die Berge in der Ferne waren noch zu erkennen, bevor es dann heftig angefangen hatte zu Gewittern.

Endlich haben wir das Kreuz erreicht! Was für ein Gefühl. Darauf erstmal eine warme Suppe. Nein quatsch, aber mal ehrlich; das war mega Glück, dass wir solange noch gutes Wetter hatten. Insgesamt eine schöne aber sportliche Tour.

Als stolze Gipfelstürmerin möchte ich wirklich jedem ans Herz legen für diese Route ein paar Steigeisen einzupacken. Beim nächsten Mal probieren wir dann vielleicht die Tour über den Jubiläumsgrat aus, die soll nämlich auch sehr schön sein.



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