Zugspitze – Wanderung ab Hammersbach (Grainau)

Eines der wohl populärsten Wanderziele in Bayern. Die Zugspitze (2962 m). Die Wanderung ist sowohl bei Anfängern als auch bei fortgeschrittenen Wanderern sehr beliebt, da man zwischen vielen unterschiedlichen Routen zum Gipfel wählen kann. So starteten auch wir unseren 2. Versuch, Deutschlands höchsten Berg zu erklimmen. Nachdem wir im letzten Jahr im November aufgrund von Starkregen und eines zu späten Aufstiegs unsere Tour beenden und umkehren mussten, wollten wir es jetzt im Sommer noch einmal wagen.

Ausgangspunkt Hammersbach (Grainau)

Unsere Wanderung begann in Hammersbach, wo wir unser Mietauto auf dem Parkplatz P2 abstellten. Für unsere Tour planten wir eine Übernachtung auf dem Weg ein, da wir am Donnerstag (wieder einmal) erst relativ spät starten konnten. So haben wir uns eine Nacht im Matratzenlager in der Höllentalangerhütte – 1381 m (vom DAV betrieben) reserviert.

Die Tour ist mega spektakulär und wirklich sehr abwechslungsreich. Zuerst geht es nämlich durch die Höllentalklamm bis zur Höllentalangerhütte. Im Normalfall muss man Eintritt zahlen, um die Klamm durchwandern zu können, aber da wir, wie gesagt, erst sehr spät aufbrachen waren wir auch erst im Dunkeln am Eingang der Klamm. Da war natürlich niemand mehr, der abkassierte.

Ankunft in der Höllentalangerhütte

An der Höllentalangerhütte kamen wir dann erst so gegen 24 Uhr an. Zum Glück bekamen wir dort noch ein kleines Häppchen zu essen, sodass wir nicht hungrig zu Bett gehen mussten. Als DAV-Mitglied bezahlt man im Matratzenlager 13 Euro. Da ich noch kein DAV-Mitglied war, hatte die Nacht dementsprechend ein wenig mehr (23 Euro) gekostet. Angenehmerweise waren an dem Donnerstag noch nicht allzu viele Gäste in der Hütte, sodass wir zwei uns auf den drei oben liegenden Plätzen ausbreiten konnten.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging unsere Tour dann weiter.

Das Wetter hätte zunächst nicht besser sein können. Angenehme 15 Grad und Sonnenschein. So ging es mal entspannter, mal anspruchsvoller den Schotterweg auf dem Höllentalanger entlang.

Steigeisen?

Am Höllentalferner angekommen, stellten wir fest, dass der Gletscher vereister war, als wir vermutet hatten. Irgendwie hatten wir an dieser Stelle mit einer besser begehbaren Passage gerechnet. Dummerweise hatten wir nun auch gar keine Steigeisen eingepackt. Wir versuchten dennoch unser Glück mit unseren normalen Wanderschuhen. Es war so glatt auf dem Gletscher, dass wir nur mäßig vorangekommen sind – wenn überhaupt! Glücklicherweise waren noch einige andere Wanderer unterwegs, wie z.B. eine Gruppe junger Männer, die uns schließlich ihre Hilfe anboten und uns ihre Steigeisen liehen.

Mit diesem Grip unter den Sohlen kamen wir dann sehr gut voran. Im Anschluss folgte dann noch ein leichter bis mittelschwerer Klettersteig, der uns zum Gipfel führen sollte.

Der Klettersteig zog sich noch ganz schön und das Wetter schlug dann auch noch um, sodass es sich langsam aber sicher verdüsterte. Wir beeilten uns, um so schnell wie möglich auf den Gipfel zu kommen und im Münchner Haus Unterschlupf zu finden!

Als wir schließlich die Zielgerade erreichten, sind wir noch flink zum Gipfelkreuz gestapft, um ein Foto zu machen.

Ankunft am Gipfelkreuz

Die Berge in der Ferne waren noch zu erkennen, bevor es dann heftig angefangen hatte zu regnen.

Endlich haben wir das Kreuz erreicht. Was für ein Gefühl und was für ein Glück, dass wir auf dem Weg noch solange gutes Wetter hatten. Insgesamt eine schöne und sportliche Tour.

Als stolze Gipfelstürmerin möchte ich wirklich jedem ans Herz legen für diese Route ein paar Steigeisen einzupacken. Beim nächsten Mal probieren wir dann vielleicht die Tour über den Jubiläumsgrat aus. Die soll nämlich auch sehr schön sein.

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