Schnebelhorn (Kanton Zürich)

Schnebelhorn (Kanton Zürich)

An einem frühsommerlichen Wochenende in der Schweiz dachten wir uns, dass wir einfach mal auf das Schnebelhorn wandern könnten. Da wir schon auf der höchsten Erhebung der Stadt Zürich (Uetliberg) waren, sollte nun auch noch der höchste Berg im Kanton Zürich an die Reihe kommen. Tja, und wie man es sich nur wünschen kann, hatten wir dafür wieder perfektes Wetter bestellt.

Wir starteten unsere kleine Tour in Fischenthal, da die Ortschaft gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von meinem damaligen Wohnort Winterthur zu erreichen war. Die Wanderung auf den nur 1291 Meter hohen Gipfel des Schnebelhorns sollte eigentlich nicht mehr als 2 – 3 Stunden dauern. Da wir aber viele Pausen für Fotos einlegten und ein paar Umwege gingen brauchten wir eher 6 – 7 Stunden. Die Umgebung, bestückt mit ihren zahlreichen Almen, war wirklich wunderhübsch anzusehen.

Auf unserer Wanderung kreuzten wir auch Steg und schauten anschließend kurz bei der Brandenfelshöhle vorbei.

Im Anschluss ging es gut bergauf zur Alpwirtschaft Tierhag, die leider schon geschlossen hatte, als wir dort vorbeikamen. Mittendrin bemerkten wir erstmal, wie hübsch eigentlich der Sonnenuntergang ausschaut und so machten wir eine kurze Pause, ehe wir den Gipfel erreichen sollten.

Als wir oben am Gipfel ankamen war es dann schon dunkel und so langsam baute sich ein nettes Sommergewitter im Umland des Berges auf. Also bauten wir mit Taschenlampe noch ruckzuck unser Zelt auf und schauten den Blitzen aus der Ferne zu bis wir einschliefen. Nach dem nächtlichen Gewitter überraschte uns dann am Folgetag …

..die Kuhinvasion.

Während René sich einen Plan überlegte, wie wir am besten vorgehen könnte, um das Interesse der Kühe vom Zelt zu lenken, …

..habe ich erstmal versucht nett Freundschaft zu schließen. Die Tierchen haben uns aber am frühen Morgen wirklich einen Wahnsinns Schrecken eingejagt. Ich hörte auf einmal das Klingeln der Glocken und ein Rascheln am Zelt. Nach ein paar kräftigen Stupsern in René’s Gesicht wurde er dann auch irgendwann mal wach und kümmerte sich mehr oder weniger geschickt um die Situation. Im Endeffekt sprang er in T-Shirt und Unterhose über die Wiese, raschelte mit einer Keksdose und die zwanzig Kühe stiefelten ihm über die Wiese hinterher.

Wer also keinen Plan für das Wochenende hat und noch auf der Suche nach einer schönen Wanderroute ist, der kann ruhig das Schnebelhorn besuchen und die Kühe von uns grüßen. Die Wanderung ist nicht besonders lang und auch nicht zu anspruchsvoll, wenn man den richtigen Weg einschlägt. Außerdem ist die Gegend einfach herrlich – also auf, auf!



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