Peru

Das letzte Land, was wir auf unserem 1-monatigen Rundtrip bereisen durften, war das schöne Peru. Wir waren uns alle drei einig auch nach Peru zu fahren, wenn wir schon einmal in Südamerika unterwegs sind, denn wir wollten unbedingt zur Ruinenstadt, Machu Picchu, wandern.

Zunächst ließen wir uns mit dem Bus nach Cusco fahren. Das ist eine süße Stadt, von der aus man relativ schnell den Fußpunkt der Inka-Festung erreichen kann. Cusco befindet sich auf 3.400 m ü.M., hat über 300.000 Einwohner und ist – wie viele andere Städte in Peru – von emporragenden Bergen umgeben. Ich habe mich hier erstmal wieder mit lokalem Kaffee für Zuhause eingedeckt, da dieser ganz gut schmecken soll. Nach einem kurzen Stadtbummel bereiteten wir uns auf den nächsten Tag vor.

Denn mitten in der Folgenacht, genauer gesagt um 2:30 Uhr, sollte der Zug PeruRail in die Stadt Agua Caliente fahren. Die Zugfahrt (Hin und Zurück) kostete je nach Agentur zwischen 100 – 150 Euro. Ihr solltet euch vielleicht spätestens in Cusco nach einem freien Hostel bzw. freien Zimmer in Agua Caliente umhören, denn wird es vor Ort etwas schwierig. Für uns hat die Agentur (mir ist der Name entfallen), bei der wir die Zugfahrt gebucht hatten, viel umher telefoniert, um herauszubekommen wo noch drei Betten frei wären. Glücklicherweise hatten sie recht kurzfristig noch etwas für uns gefunden.

Aufbruch zur Inkastadt

Nach einem Tag Aufenthalt in Agua Caliente ging es schließlich frühzeitig ins Bett, damit wir wiederum in der nächsten Nacht gegen 4:30 Uhr nach Machu Picchu aufbrechen konnten. In unserer Unterkunft haben wir uns alle noch am Vorabend ein Brötchen geschmiert und den Flachmann mit Flüssigkeit befüllt.

Tipp: wenn ihr Studenten seid, kann sich das Mitführen des Studentenausweises beim Eintritt nach Machu Picchu lohnen. Wir haben 40 Dollar pro Ticket bezahlen müssen. Der Normalpreis beträgt 70 Dollar.

Die Pforte am Eingang zu den Inka-Ruinen öffnet um 6:00 Uhr und auf dem Inka-Trail wandert ihr ca. 1 1/2 Stunden bis zum Gipfel. Dabei geht es viele Stufen hinauf, sodass man ordentlich ins Schwitzen kommt. Alternativ kann man sich auch von Agua Caliente aus mit einem Bus bis zum Eingang fahren lassen, was für uns aber nicht in Frage kam.

Durch den Nebel, der genauso schnell verschwand wie er aufgetaucht ist, sahen die Ruinen richtig mystisch und wirklich beeindruckend aus. Ein atemberaubender Anblick.

Oben angekommen haben wir uns ein Plätzchen gesucht und die herrliche Aussicht genossen. In solchen Momenten denke ich manchmal darüber nach, dass ich jetzt genau an so einem Ort bin, der schon so unzählige Male in Filmen, Zeitschriften und Berichten gezeigt worden ist und dann freue ich mich einfach. Was für ein Glück, dass wir hierher kommen konnten. Was für ein Glück, dass wir heutzutage so eine Tour unternehmen können.

Im Anschluss wanderten wir über einen anderen Weg zurück in ein Dorf, weit ab vom Schuss, von wo aus wir mit einem Van zurück nach Cusco kommen sollten. Wir hatten diese Vanfahrt bereits in Cusco über die Agentur gebucht, bei der wir auch das Zugticket nach Agua Caliente gekauft hatten. Das bedeutete für uns aber auch, dass wir pünktlich in diesem Dorf ankommen mussten und das war nochmal ein kleines Abenteuer, so viel kann ich sagen.

Ein abenteuerlicher Rückweg

Die Strecke war richtig hart. Ich kann auch gar nicht mehr sagen, wie dieser Mini-Ort hieß, aber was ich auf jeden Fall noch weiß ist, dass es in Strömen geschüttet hat. Es prasselte die ganze Zeit in einem Guss nur so auf uns ab – ohne Pause.

Geschätzt haben wir bis zu diesem Dorf 2 Stunden gebraucht. Wir wurden auf dem Weg so dermaßen nass, wir hätten auch einfach in den Fluss springen können, der am Wanderweg entlang führte, um uns so ins Dorf treiben zu lassen. Daran habe ich mehrmals gedacht, aber aus dem Fluss wäre ich in hundert Jahren nicht wieder rausgekommen, so stark wie die Strömung war. Einfach megaheftig.

Nach dem Trockenlegen der Klamotten und Föhnen der Haare, ging es nach einer weiteren Nacht in Cusco mit dem Bus über Arica zurück nach Santiago de Chile.

Bus vs. Flugzeug

Fall ihr vorhabt von Peru zurück nach Chile, z.B. nach Santiago de Chile zu reisen, empfehle ich euch den Luftweg. Die Strecke mit dem Bus haben wir nämlich komplett unterschätzt. Wir sind fast volle 2 Tage unterwegs gewesen. Das war ziemlich anstrengend, eklig und auf Dauer einfach viel zu unbequem. Die Bustoilette hatte nicht funktioniert und die Anzahl der geplanten Pausen war recht überschaubar. Da lohnt es sich ein paar Euro mehr auszugeben und mit einem Flugzeug zu fliegen. Außerdem hätten wir auch so noch einen Tag mehr zur Verfügung gehabt und hätten beispielsweise unsere Wanderung in La Paz noch verlängern können. Aber hinterher ist man halt immer schlauer.

Nach unseren letzten Tagen in Santiago de Chile ging es schließlich zurück nach Deutschland, wo wir uns sicher noch die nächsten Monate oder Jahre über die erlebten Abenteuer amüsieren werden.

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