Bolivien

Nach unserer Tour durch die Atacama Wüste in Chile ging es für uns mit dem Bus weiter nach La Paz. Warum? Weil wir noch ein bisschen wandern wollten.

In Bolivien haben wir lediglich La Paz und ein Gebirge im Umland angesteuert. Wir hätten gerne noch weitere Touren unternommen, wie z.B. zur Salzwüste Salar de Uyuni oder zur Laguna Verde, aber dafür war kein Platz mehr in unserem straffen Zeitplan. Die Spots werden dann hoffentlich irgendwann einmal bei der nächsten Südamerikareise angefahren.

Die Luft wird dünn

Wir fuhren als zunächst nach La Paz. Die Stadt liegt auf unglaublichen 3500 m ü.d.M.. Das muss man sich mal vorstellen.

Schnappatmung ist hier garantiert und das nach nur zwei Treppenstufen. Das hieß aber noch lange nicht, dass wir nicht auf einen Aussichtspunkt hinauf kraxeln werden und so hatten wir es an unserem ersten Tag noch auf den Killi Killi Aussichtspunkt abgesehen.

Die Luft wird dünner

Völlig k. o. kamen wir dort oben an. Dieser ‚Spaziergang‘ könnte für den Großteil der restlichen Welt wahrscheinlich als Halbmarathon durchgehen. Jede Treppenstufe hatte es in sich und es grenzte an ein Wunder, dass wir nicht abgeklappt sind. Am Ende hatten wir es aber geschafft und diese Strapazen haben sich (zum Glück) auch gelohnt. Der 360 Grad Ausblick war richtig stark.

Unsere Nacht verbrachten wir im Hostel Adventure Brew, was unweit vom Hauptbahnhof lag und mit unter 10 Euro pro Nacht in einem Mehrbettzimmer sehr preiswert war (Stand September 2014). Außerdem gab es zum Abendessen so viele Nudeln mit Pesto und Bolognese, wie man wollte. Was gibt es denn bitte Geileres?! Julian und ich haben natürlich richtig zugeschlagen, doch die Retoure ließ nicht lange auf sich warten, denn in der kommenden Nacht saßen wir erst einmal auf dem Klo fest. Aber ganz ehrlich, das Essen war trotzdem lecker. Vielleicht hatten wir aber auch einfach nur extrem Hunger? Man weiß es nicht.

Wandern im Cordillera Real

Am nächsten Tag suchten wir ein Reisebüro auf, um uns über Touren in der Umgebung beraten zu lassen. Am Ende entschieden wir uns für das Gebirgsmassiv Condoriri, da man in diesem Gebirge die Chance hatte, noch am selben Tag einen Gipfel, in diesem Fall den Nevado Condoriri (5648 m), zu besteigen.

So machten wir uns dann am Folgetag auf ins Gebiet Cordillera Real. Die Tour mit einem Guide kostete 50 Euro pro Person (Stand September 2014). In Tuni (4400 m) startete unser Trek. Nach einigen Stunden Wandern und nachdem wir den schönen Bergsee Chiar Khota (4600 m) passiert hatten, stellten wir fest, dass wir doch so ein paar Schwierigkeiten mit den Höhenmetern hatten. Wir waren leider nicht so fit, wie wir es uns gewünscht hätten.

Auf 5100 m erreichten wir einen Platz, der als Hochlager genutzt werden kann. Dort war quasi unsere letzte Station. Wir merkten, dass wir am Rande unserer Kräfte waren und kehrten von dort aus nach ein wenig hin und her Überlegen wieder um. Es war zwar schade, aber daraus haben wir ja auch ein bisschen was gelernt. Denke ich. „Ein bisschen Vorbereitung“ oder „etwas mehr Zeit einplanen“ kann auf jeden Fall nicht schaden.

Es war trotzdem eine interessante Erfahrung einmal in solchen Höhen gewandert zu sein, auch wenn die Erfahrung etwas negativ behaftet ist.

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