Thailand

Thailand

Thailand – meine erste große Reise sozusagen – 2012. Und direkt ins Reisen verliebt. Ganz nebenbei bemerkt: Thailand ist so wahnsinnig touristisch, hier kommt man so ziemlich überall problemlos hin. Zu den Inseln, in die Großstädte und auch in die kleineren Städte, wie z.B. nach Pai.

Unsere erste Woche verbrachten wir – meine Freundin Annekin und ich – auf den thailändischen Inseln. Kaum in Bangkok angekommen, sind wir einen Tag später mit dem Bus in den tiefen Süden gefahren. Und diese Fahrt war ohne Witz der absolute Horror. Zu dieser Zeit hatte ich keine Ahnung, was da abgeht und was für verrückte Dinge die Thailänder mit der Klimaanlage anstellen können. Draußen sind dort locker 40°C und 100 % Luftfeuchtigkeit und im Bus schnuckelige 18°C und gefühlte 0% Luftfeuchtigkeit. Optimale Voraussetzungen für ne nice Erkältung. Es war so scheiße kalt. Immer wenn eine Pause gemacht wurde, bin ich rausgerannt und habe meine Beine und Füße erstmal wieder beruhigt – sprich aufgewärmt. Naja und das Gepäck vom Busdach runterholen, nur damit Madame sich den Pulli überziehen kann, ist irgendwie auch nicht so meine Art. Also einfach durchhalten! Ist ja bald geschafft – denkste!

Nach der interessanten Fahrt haben wir 3 Tage in Krabi verbracht und dann noch ein paar Tage auf Ko Phi Phi. Die Insel war wirklich sehr schön und ich habe noch so im Kopf, dass die Strände auch gar nicht so extrem voll waren. Klar, da waren auch eine Menge anderer Touristen unterwegs aber was ich letztens in einer Doku so gesehen habe, sah um einiges extremer aus.

Nach unserem Aufenthalt auf Ko Phi Phi ging es noch auf die östliche Seite des Landes nach Ko Samui und ich muss gestehen, dass mir die Insel sehr gut gefallen hat. Der Strand war für mich noch ein bisschen weißer und schöner und ich fühlte mich dort sehr wohl. Hier haben wir die Tage einfach nur am Strand verbracht und uns in der Sonne gebrutzelt. Parasailing habe ich auch mal ausprobiert. Das war schon ziemlich lustig.

Nach einigen Tagen am Strand, die mal gechillter und mal ereignisreicher waren als wir es uns gewünscht hätten (siehe Artikel Horror am Traumstrand), wollten wir noch ein wenig die Insel erkunden und haben uns für 10 Euro (Preis für einen halben Tag) einen Automatik-Roller gemietet. Bei dieser Tour sollten natürlich die beiden größten und schönsten Wasserfällen der Insel angefahren werden, die die kreativen Namen Waterfall 1 und 2 hatten. Wahrscheinlich war aber auch der thailändische Name so kompliziert, dass die Einheimischen keine Lust hatten, jedes Mal einen Sprachkurs mit den Touristen zu starten, damit sie den Namen aussprechen können. Unser erster Anhaltspunkt war jedenfalls Waterfall 1 und danach ging es zum Waterfall 2. Beide waren wirklich gigantisch und traumhaft schön.

In den darauffolgenden Tagen fuhren wir weiter nach Chiang Rai und nach Chiang Mai. Beides wunderhübsche von Tempeln übersäte Städte. In Chiang Rai verbrachten wir lediglich eine Nacht und sind dort abends über einen riesigen Markt geschlendert, wo es alles Mögliche zu essen gab. Annekin wollte unbedingt ein Insekt kosten und hatte sich einen Grashüpfer, Heuschrecke oder irgendwas in dieser Richtung ausgesucht. Ich musste nur daran denken und mir stellten sich alle möglichen Körperhaare auf. Also ließ ich die Finger davon. Sie hat das Ding dann aber tatsächlich verspeist und sagte nur so etwas wie “ja, ging schon”. Aber von lecker war definitiv nicht die Rede. Deswegen dachte ich, dass ich das nicht wirklich ausprobieren muss, da mein Magen bekanntlich nicht der Umgänglichste ist und es wahrscheinlich ziemlich nach hinten losgegangen wäre.

In Chiang Mai liehen wir uns nochmal einen Automatik-Roller aus, um damit wieder die Umgebung zu erkunden. Irgendwann landeten wir dann mitten im Wald – irgendwo im Nirgendwo. Man könnte meinen, dass wir uns verfahren hätten – die Landkarte war auf Thailändisch und alles andere als übersichtlich. Aber völlig egal – denn wir entdeckten dann irgendwo in der Wallachei im Gestrüpp eine Elefantenfarm. Auch nicht schlecht, dachten wir und fragten direkt mal nach, ob man hier auch mit den Elefanten ein bisschen durch den Wald “reiten” könnte und glücklicherweise ging das sogar. Hier machte ich aber die Erfahrung, dass die Elefanten ganz schön hartes, stacheliges Haar haben. Die scheuerten unheimlich an meinen Beinen, da ich eine relativ kurze Hose anhatte. Der ‚Ritt’ war aber trotzdem total schön!

Bevor es dann zum “Golden Triangle” gehen sollte und wir den Grenzübertritt nach Laos wagten, ging es noch nach Pai. Pai ist ein Dorf im Norden von Thailand. Gefühlt lassen sich hier 90 % der Touristen nieder und führten hier nun ein offensichtlich ziemlich angenehm entspanntes Leben – frei nach dem Motto “Go slow” und bloß keine Hektik. Das kam uns ganz gelegen, denn nach der ganzen Action in den Tagen zuvor, waren die zwei, drei Tage dort echt chillig. Auch hier konnte man sich einen Roller mieten und die Umgebung erkunden. Hier haben wir uns den Chedi Phra That Mae Yen Tempel angeschaut, sind zur Memorial Bridge und zu den Hot Springs gefahren. Zum Abschluss waren wir noch im wunderschönen Café “coffee in love”, was einfach herrlich süß war. Ich dachte mir nur: „Boah, das ist schon ein bisschen wie im Märchen…hier würd’ ich auch ohne groß nachzudenken meine Hochzeit feiern“. Die Süßspeisen, wie Kuchen und Muffins, werden hier so liebevoll zubereitet, dass man sich gleich reinsetzen möchte.

Abends konnten wir uns dann in eine x-beliebige Bar setzen und wir haben uns für eine gemütliche Bar entschieden, bei der gerade, wie auch in vielen anderen Bars, Happy Hour war.

Am nächsten Tag ging es dann zum goldenen Dreieck. Bei Interesse kann man direkt nebenan noch ins Opium Museum gehen. Vom goldenen Dreieck aus konnten wir einen Blick auf die Nachbarländer Myanmar und Laos werfen und von hier aus war es logischerweise ein Leichtes den Weg rüber nach Laos zu wagen. So war der Plan, wenn wir schonmal hier oben sind, dann wird das Nachbarland auch gleich noch mitgenommen.

Ein paar Impressionen zu Laos könnt ihr gerne im Reiseartikel Laos nachlesen.

Nach unserem Kurztrip durch Laos sind wir wieder mit dem Bus zurück nach Bangkok gefahren. Dort war ich noch zum Abschluss bei einem Friseur, damit ich mich wieder besonders frisch fühlen konnte. Am letzten Abend setzten wir uns noch in eine Shisha-Bar, um den Urlaub noch einmal ein wenig revue passieren zu lassen.



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