Eine Bootsfahrt die ist lustig

Eine Bootsfahrt die ist lustig

Nach unserer ewig langen Fahrt nach Luang Prabang in Laos kamen wir irgendwann am frühen Morgen – endlich – in der Stadt direkt neben dem Mekong River an. Was ich mich aber bis heute frage ist, warum wir nicht auf der Seite des Zentrums raus gelassen worden sind, sondern auf der anderen Seite des Mekong Rivers. Doch damals war die alles entscheidende Frage war nur: wie kommen wir auf die andere Seite‘?!

Mit dem fetten Backpacking-Rucksack war das gar nicht mal so einfach. Das Problem war nämlich, dass die Brücke, die uns eigentlich auf die andere Seite bringen sollte, unter Wasser stand. Aufgrund der extrem starken Regentage in den letzten Tagen, war sie einfach weg, was für uns natürlich besonders gut war. Die nächste Brücke sei, so sagte ein Einheimischer, ganz schön weit weg – was auch immer das hieß – und so standen wir nun etwas ratlos am Flussufer und hielten Ausschau auf die andere Seite.

Genau in diesem Moment fiel unser Blick auf einen Mann am Fluss, der sich mit einem Kind an einem Miniboot zu schaffen machte – vermutlich um Angeln zu gehen. Da uns nicht viele andere Optionen zur Verfügung standen, hatte ich ihn einfach mal gefragt, ob er uns vielleicht irgendwie auf die andere Seite bringen könnte. Da zeigte er auf sein Boot und guckte etwas verwirrt, so wie wir wahrscheinlich auch, denn es war schwer vorstellbar, dass wir mit diesem Boot überhaupt einen Zentimeter vorankommen würden. Das Boot war schätzungsweise 5 Meter lang und in der Breite wohl nicht wirklich breiter als mein Rucksack. Was ich sagen will ist: es war furchtbar klein und viel zu schmal.

Wir setzten uns dennoch tatsächlich mit unseren zwei Rucksäcken in die Ecken des Bootes und versuchten vorwärts zu kommen. Das war auf jeden Fall eine extrem wackelige Angelegenheit, was man sich vielleicht vorstellen kann.

Als wir dann doch irgendwie auf der anderen Seite landeten, mussten wir zunächst noch unseren Rucksack an einer steilen Böschung zwischenparken, da ich mir beim Aussteigen aus dem Boot im Fluss einen Angelhaken in die Achilisverse gerammt hatte. Wie auch immer ich das geschafft hatte, es tat einfach höllisch weh. Im ersten Moment hatte ich eine richtige Panikattacke, da ich dachte, dass mich ein Piranha oder etwas ähnlich Gruseliges gebissen hatte. Das war dann auch der Grund, weswegen ich erst einmal um mein Leben schrie, was unserem Retter in der Not im Miniboot sicher zunächst etwas erschreckte. Allerdings begann er im zweiten Moment über die Sache zu schmunzeln und zu lachen. Mir war leider noch nicht zum Lachen zu Mute. Es tat immer noch ziemlich dolle weh. Als wir dann endlich die Böschung mit den Rucksäcken rauf geklettert oder besser rauf gekrochen kamen, muss das vermutlich ein Bild für die Götter gewesen sein.



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